Brennholz aus Erle

Seit dem Mittelalter zählt die Erle zu den heiligen Bäumen, sie enthält ein Übermaß gesunder Substanzen, wovon die heilkräftige eine ihrer wichtigsten ist. Kennzeichnend für die Erle ist ihre Eigenschaft,  das Muskelgewebe zu kontraktieren. Schon seit XIX. Jahrhundert verwendete man diese Pflanze als blutstillendes Mittel und als Mittel zur Blutreinigung.  Man konnte nach der Betrachtung der Erlen auch eine zukünftige Ernte voraussagen. Es wurde eine "Beschau der Erlen" durchgeführt: enthielten die Erlen viele Kätzchen, deutete dies auf eine gute Haferernte, viele Zapfen deuteten auf eine gute Gerstenernte. Oft wurde aus dem Erlenholz die Brunneneinfassung umgehaut, da das Erlenstammholz nicht morscht.

Man bezeichnete das Erlenholz als "fürstliches" Brennholz, weil dieses zur Anheizung der Zarenkammer verwendet wurde. Das Erlenholz wird schnell abgebrannt, raucht nicht und verströmt einen zauberhaften Duft während des Brennvorgangs. Das Erlenholz ist geeignet für das Grillen sowie für das Räuchern von Fisch und Fleisch. Die Sauna, das mit dem Brennholz aus Erlen angeheizt wird, wirkt gut Erkältungen entgegen und muntert Ihr Körper auf.